ZVA: Unterschiede bewahren, Kräfte bündeln

// 12. Oktober 2017 More

Am 7. Oktober 2017 hielt der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) seine jährliche Obermeistertagung und außerordentliche Mitgliederversammlung in Hamburg ab. Den Rahmen hierfür bildete die dreitägige Veranstaltung Sicht.Kontakte 2017. Auch wenn die Themen vielfältig waren, so ließe sich das gesamte Wochenende doch mit einem Motto überschreiben: Man kann nur dann etwas bewegen, wenn alle an einem Strang ziehen.

Der Vizepräsident der Handwerkskammer Hamburg, Hjalmar Stemmann, fasste in seinem Grußwort sehr treffend zusammen, dass früher oder später jeder einen Augenoptiker brauche. Maßstab der Branche sei Qualität, und diese Qualität sicherten Meistertitel und Qualifikation. Damit das so bleibe, riet er, weiter am Ball zu bleiben – und zwar gemeinschaftlich. Nicht umsonst laute der Leitspruch des ZVA „Gemeinsam gestalten“.

Im Hinblick auf das Heil- und Hilfsmittelversorgungsstärkungsgesetz (HHVG) ist dies gelungen. ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod betonte, dass der im Gesetz verankerte „verordnete Fernkorrekturausgleich“ zwar nur eine Minderheit der Brillenträger betreffe, aber dennoch eine ureigene Tätigkeit der Augenoptiker angreife, nämlich die Refraktion.

„In den vergangenen Wochen hat sich gezeigt, dass die Branche geschlossen reagiert hat und aktiv geworden ist. Ich plädiere weiterhin für die Bündelung unserer Kräfte und werde nicht müde zu betonen, wie wichtig es ist, eine starke Einheit zu bilden – auch, wenn das natürlich bedeutet, Kompromisse zu schließen“, so Truckenbrod. Zahlreiche Innungsbetriebe und auch die großen Filialisten hatten sich mit klaren Worten an ihre Bundestagsabgeordneten gewandt. Truckenbrod selbst hatte ebenfalls mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe gesprochen. All diese Bemühungen waren ergänzt worden durch eine erheblich intensivierte Öffentlichkeitsarbeit des ZVA.

Mit Schreiben vom 23. August hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) bezüglich der am 20. Juli beschlossenen Hilfsmittelrichtlinie um ergänzende Stellungnahme gebeten. Die zweimonatige Frist zur Prüfung der Hilfsmittelrichtlinie durch den G-BA ist nun ausgesetzt, bis dieser fünf Fragen hierzu geklärt hat. Mit Inkrafttreten der Hilfsmittelrichtlinie ist daher frühestens Anfang 2018 zu rechnen. „Wir haben in jedem Fall unser Ziel erreicht, Öffentlichkeit herzustellen. Alles Weitere muss nun abgewartet werden“, fasste ZVA-Geschäftsführer Dr. Jan Wetzel zusammen.

Category: Branche + Ideen, NoOV

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