Erstes Expertenmeeting zur Fassungslogistik

// 1. Dezember 2017 More

Der Einladung zum ersten Expertenmeeting zum Thema Fassungslogistik waren über 20 Fassungshersteller gefolgt. Gemeinsam mit mehreren in der Branche engagierten Dienstleistern hatte IPRO-Geschäftsführer Martin Himmelsbach zu diesem „runden Tisch“ gebeten, um die Definition wichtiger Standards für die digitale Zukunft – die Optik 4.0 – auf den Weg zu bringen. „Im Gegensatz zu Gläsern und Kontaktlinsen sind in den meisten Betrieben die Fassungen noch von der digitalen Logistik ausgenommen“, erklärt Martin Himmelsbach. „Dass die Branche erst jetzt damit beginnt, ist ein Indiz dafür, dass diese Aufgabe weder trivial ist noch einfach zu lösen sein wird.“

Unter den aktiven Teilnehmern der offenen Diskussion waren viele der wichtigsten Anbieter aus der „Bundesliga der Fassungsanbieter“: BoDe Design, De Rigo, Menrad, Ivko, Koberg + Tente, Miba Eyewear, Neostyle, Flair, Rodenstock, Silhouette, Vistan sowie Wagner + Kühner. Die beiden größten Anbieter fehlten allerdings, da sie nur ihre eigenen Logistik-Systeme unterstützen wollen. Davon dürfe man sich aber nicht irritieren lassen, forderte der Gastgeber in seiner Einführung. „Jeder Standard, der sich durchsetzt, entwickelt eine eigene Zentrifugalkraft, der sich am Ende niemand entziehen kann“, so Martin Himmelsbach. „Und wenn dann schließlich zwei oder drei Standards parallel existieren, ist das doch immer noch viel besser, als wenn es dreihundert sind.“

Nach diesem programmatischen Statement, dem alle Anwesenden zustimmen konnten, stellten IPRO-Experten die komplette Prozesskette beim Augenoptiker im Detail vor. Anschließend erläuterten Helge Kamm von Brillen-Online und Georg Weiß von Look4 die neuen Anforderungen, die an Kataloge, Bestellsysteme und Abverkaufsberichte gestellt werden. „Denn die Daten, die man über eine Fassung in einem Webshop erwartet, sind nicht dieselben wie diejenigen, die die betriebliche EDV benötigt“, erklärte Helge Kamm.

Der Gastgeber war mit dem Verlauf dieses ersten Expertenmeetings, das sehr bald fortgesetzt werden soll, zufrieden. „Die offene Diskussion zeigte das große Interesse aller Beteiligten, Lösungen zu finden, die sowohl dem Augenoptiker vor Ort wirklich helfen als auch das Potenzial haben, sich technisch durchzusetzen“, sagt Martin Himmelsbach. „Wir werden gemeinsam mit Look4 an einer praktikablen Lösung im Spectaris-Format arbeiten.“ Konkrete Ergebnisse wolle IPRO bereits zur opti 2018 in München vorstellen. Am Messesonntag um 8:30 Uhr wird im opti-Forum ein Informationsmeeting für alle Fassungslieferanten stattfinden.

Quelle+Foto: IPRO

Category: Branche + Ideen, NoOV

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