SiiA – Summe aller Innovationen in einem Gleitsichtglas

// 10. Januar 2018 More

SiiA – Summe aller Innovationen in einem Gleitsichtglas

In einer Zeit, die stark geprägt ist von Mobilität und digitaler Vernetzung, stehen wir vor ganz neuen Herausforderungen – unsere Augen sind von diesem Lebenswandel nicht ausgenommen. Ganz im Gegenteil: Die Leistung, die unser Sehsystem heutzutage erbringen muss, ist enorm. Als oberstes Ziel gilt daher, das Sehen so entspannt und komfortabel wie möglich für den Brillenträger zu machen. Deshalb hat Rupp + Hubrach (r+h) ein Gleitsichtglas entwickelt, das den modernen Sehanforderungen gerecht wird.

 

Individuelles Sehverhalten und persönliche Leseanforderungen

Jeder Mensch ist individuell in seiner Kopf- und Körperhaltung, z.B. in seiner Art, das Smartphone zu halten oder etwas zu schreiben – und in seinen täglichen Aktivitäten. Gutes Sehen hängt nicht nur von der Korrektion der Fehlsichtigkeit ab. Damit sich der Brillenträger mit seiner Brille wohlfühlt, ist es wichtig, dass er in nahezu jeder Situation natürlich blicken und sich bewegen kann. Gerade bei Gleitsichtgläsern kann der Sehkomfort enorm verbessert werden, indem das Glasdesign auf das persönliche Sehverhalten abgestimmt wird. Um bei einer Gleitsichtbrille eine natürliche Kopf- und Körperhaltung zu gewährleisten, ist es entscheidend, die einzelnen Sehbereiche nach dem gewohnten Blickverhalten des Brillenträgers anzuordnen. SiiA berücksichtigt daher die individuelle Kopfneigung beim Blick in die Nähe, die Händigkeit sowie den bevorzugten Leseabstand.

Die Händigkeit beeinflusst unser Sehverhalten

 

Persönliche Sehanforderungen

Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass ein ausgewogenes Design für den universellen Gebrauch vom Gleitsichtglasträger am angenehmsten empfunden wird. Das ist das Grunddesign von SiiA. Mit den optionalen Funktionsmodulen „Nacht“ und „Smartphone“ kann es noch stärker an die Anforderungen des Brillenträgers angepasst werden. Das gibt mehr Sicherheit in der mobilen Welt und schafft mehr Komfort im Umgang mit digitalen Medien.

Mit SiiA muss sich der Brillenträger nicht zwischen mehreren Glasdesigns mit unterschiedlichen Anwendungsschwerpunkten entscheiden, sondern wählt nach Bedarf einfach die gewünschten Funktionsmodule hinzu.

 

Nachtmodus

Viele Menschen klagen über Sehprobleme in der Dämmerung oder bei Dunkelheit. Eine Ursache dafür kann die Nacht- oder auch Dämmerungsmyopie sein. Dabei wird das Auge nachts kurzsichtig und die Umgebung erscheint unscharf. Das Thema Nachtmyopie beschäftigt die Augenoptik schon sehr lange. Es gibt hierzu zahlreiche Studien und umfangreiche Fachliteratur. Olaf SchmidtKiy von der Fielmann Akademie hat die Ergebnisse einiger Studien zusammengefasst und kommt zu dem Resultat, dass bei fast jedem Dritten eine Dämmerungsmyopie von 0,25 dpt und mehr nachgewiesen werden kann.1 Durch eine entsprechende Korrektion kann dieser Effekt merklich abgeschwächt, teilweise sogar behoben werden.

An dieser Stelle kommt der SiiA Nachmodus zum Tragen. Dabei wird im oberen Bereich des Gleitsichtglases eine Degression integriert, die 8 mm oberhalb des Fernbezugspunktes ihren maximalen Gebrauchswert von -0,4 dpt erreicht.

Diese innovative Technologie hat r+h erstmals 2007 mit dem YSIS Einstärkenglas auf den Markt gebracht. Durch die Degression von -0,4dpt im oberen Bereich des Brillenglases kann sowohl subjektiv als auch objektiv eine Verbesserung des Dämmerungssehens in nur einer Brille, die refraktiv für beide Sehsituationen Tag und Nacht ausgelegt ist, erreicht werden.²

SiiA mit Nachtmodus – Darstellung der Sehbereiche

Die Integration einer zusätzlichen Degression in ein Gleitsichtglas, ohne Tragekomfort und Verträglichkeit zu beeinflussen, stellt jedoch eine deutlich höhere Herausforderung dar. Denn in der Brillenglasberechnung gilt die bestmögliche Hauptwirkung zu erzielen und dabei mögliche Nebenwirkungen auszuschließen bzw. so gering wie möglich zu halten. Dank einer neuen Berechnungstechnologie haben es die Entwickler von r+h geschafft, den Nachtmodus erstmalig auch auf ein Gleitsichtglas zu übertragen, ohne die Verträglichkeit zu beeinflussen. r+h hat den Nachtmodus daher zum Patent angemeldet.

 

Smartphone-Unterstützung

Die Digitalisierung hat unseren Alltag erfasst. Vor allem das Smartphone stellt extrem hohe Anforderungen an unsere Augen. Um den modernen Sehanforderungen gerecht zu werden, hat r+h die SiiA Smartphone-Unterstützung entwickelt.

Aufgrund der kleinen Displays werden Smartphones in der Regel deutlich näher zum Auge gehalten als beispielweise ein Buch. In einer Studie wurde ein durchschnittlicher Abstand zwischen Auge und Smartphone-Display von 33,8 cm ermittelt. Außerdem fand man heraus, dass bei der Nutzung eines Smartphones der Blick stärker gesenkt wird als beim Lesen von Printmedien.3 Über einen kurzen Zeitraum können unsere Augen problemlos diesen akkommodativen Mehraufwand leisten. In der Realität müssen sie es jedoch oft über längere Zeiträume hinweg. Diese kontinuierliche Belastung kann zur Ermüdung bis hin zu Kopfschmerzen und anderen asthenopischen Beschwerden führen.
Die SiiA Smartphone-Unterstützung sorgt für eine Entlastung der Augen. Sie bietet eine zusätzliche Akkommodationshilfe von +0,25 dpt zur normalen Addition.

SiiA mit Smartphone-Unterstützung – Darstellung der Sehbereiche

Die Position des Smartphone-Bereichs ist auf die stärkere Blicksenkung bei Smartphone-Nutzung abgestimmt und liegt 3 mm unterhalb des Nahbezugspunktes. Die Wirkungszunahme geht daher mit einer Progressionsfortführung einher. Im Vergleich zu einer einfachen Additionserhöhung hat dies den Vorteil, dass es zu keinen zusätzlichen Einschränkungen in der Progressionszone kommt.

Diese Bestelloption bietet generell bei allen Tätigkeiten mit sehr kurzen Sehentfernungen, wie z.B. Basteln oder Nähen, einen Mehrwert für den Brillenträger. Eine einfache Abfrage nach den Sehanforderungen in der Nähe während des Beratungsgespräches gibt Auskunft darüber, ob der Kunde von der Smartphone-Unterstützung profitieren würde. Eine Messung ist nicht erforderlich.

Die Optionen Nachtmodus und Smartphone-Unterstützung können je nach Bedarf einzeln hinzugewählt oder kombiniert werden.

 

SiiA Glasberechnung

Dynamische Blicksimulation

Die Glasberechnung von SiiA ist hochkomplex und basiert auf einem von r+h eigens entwickelten Modell der dynamischen Blicksimulation. In dieses Modell fließen alle verfügbaren Informationen und Daten des Brillenträgers ein.

Hierzu gehören die Biometrie des Auges, die persönlichen Sehanforderungen, das individuelle Sehverhalten sowie der exakte Sitz der Brillengläser vor dem Auge. Es entsteht ein komplexes, individuelles Berechnungsmodell Augen – Brillengläser.

Der individuelle Augendrehpunkt dient dabei als Koordinatenursprung. Die Sehachsen des blickenden Auges werden für jede einzelne Blickrichtung auf das Brillenglas projiziert und die optimale Wirkung Punkt für Punkt mit bis zu 486.000 Wellenfronten berechnet.

Positionierung der Sehbereiche

 

Berechnung der optimalen Progressionslänge

r+h berechnet unter Berücksichtigung der Kopfneigung, des Augendrehpunktscheitelabstands b´ sowie der Fehlsichtigkeit die optimale Progressionslänge für den Kunden.

Die Kopfneigung gibt Auskunft über das gewohnte Leseverhalten des Brillenträgers und kann mit dem Videozentriersystem VinZent® HD ermittelt werden. Mit Hilfe dieses Parameters kann die Position der Sehbereiche der natürlichen Kopf- und Körperhaltung angepasst werden.  Eine geringe Kopfneigung beim Lesen erfordert eine längere Progression, eine stärkere Kopfneigung eine kürzere.

Auch die Fehlsichtigkeit wirkt sich auf das Blickverhalten eines Brillenträgers aus. Myope haben ein größeres Blickfeld und müssen generell geringere Blickauslenkungen machen als Hyperope. Auch dieser Aspekt wird bei SiiA berücksichtigt: Bei Hyperopien >3 dpt  und bei Myopien <-4 dpt wird die Progression um 1 mm verlängert bzw. verkürzt, um dem unterschiedlichen Blickverhalten Rechnung zu tragen.

Die resultierende optimale Progressionslänge wird am Ende mit der Einschleifhöhe automatisch abgeglichen. So ist gewährleistet, dass der Lesebereich stets innerhalb der Fassung liegt und vom Brillenträger voll genutzt werden kann.

 

Berechnung des Inset:

Der Inset hat einen entscheidenden Einfluss auf den Komfort eines Gleitsichtglases. Für eine präzise Insetberechnung werden bei SiiA zahlreiche Parameter berücksichtigt: die Fehlsichtigkeit, der Augendrehpunktscheitelabstand b´, die PD, die Händigkeit sowie der bevorzugte Leseabstand.

Die Sehbereiche des rechten und linken Glases werden somit bestmöglich zur Deckung gebracht. Das Ergebnis ist ein maximales binokulares Blickfeld bei natürlicher Kopf- und Körperhaltung.

 

Ästhetische Optimierung

Fragt man Brillenträger, welche Anforderungen sie an eine neue Brille stellen, so ist oftmals gutes Aussehen genauso wichtig wie gutes Sehen.  Deshalb legt r+h bei SiiA auch einen besonderen Wert auf die Ästhetik. Die Geometrie von SiiA wird auf Wunsch auf die jeweilige Fassung abgestimmt; die Brillengläser werden ohne Aufpreis dickenoptimiert und mit harmonischem Randdickenverlauf gefertigt. Als Antwort auf den aktuellen Fassungstrend hin zu flachen Brillen, wie z.B. bei modischen Holzfassungen, hat r+h das Basiskurvensystem von SiiA komplett überarbeitet und greift nun auf bis zu 2,2 dpt flachere Basiskurven zurück. Auch gecurvte Fassungen können bei Vorgabe der Außenkurve optimal verglast werden.

 

Einfaches Produktkonzept

SiiA ist ein Hightech-Brillenglas und berechnungs- sowie fertigungsseitig ein hochkomplexes Produkt. Umso wichtiger ist es r+h, das Produktkonzept von SiiA für den Augenoptiker so einfach wie möglich zu gestalten. Hier setzt r+h gleich an mehreren Stellen an – in der Beratung, in der Messung und in der Preisfindung. In der Beratung muss der Augenoptiker nicht mehr entscheiden, welches Glasdesign das beste für seinen Kunden ist. Vielmehr berücksichtigt er dessen Sehanforderungen, indem er bei Bedarf einfach den SiiA Nachtmodus und/oder die Smartphone-Unterstützung dazu wählt.

Als Beratungsunterstützung dient die übersichtlich strukturierte SiiA-Verkaufspreisliste. Sie führt den Augenoptiker Schritt für Schritt durch das Beratungsgespräch, gibt ihm wichtige Argumente an die Hand, dient gleichzeitig zur Demonstration und erinnert daran, alle für die Beratung wichtigen Themen anzusprechen.

SiiA bietet viele Individualisierungsoptionen. Den Grad der Individualität bestimmt jedoch der Augenoptiker, denn alle Parameter, bis auf die PD, sind optional. Fehlende Daten werden durch Standardwerte automatisch ersetzt. Je genauer die Eingangsdaten sind und umso mehr individuelle Informationen zur Verfügung stehen, die in die Glasberechnung einfließen, desto besser ist das Endergebnis. Die maximale Leistungsfähigkeit entfaltet SiiA also dann, wenn möglichst viele Parameter bei der Bestellung übermittelt werden.

Auch das ist einfach. Mit nur einer Messung am VinZent® HD kann der Augenoptiker alle relevanten Messdaten ermitteln. Lediglich für den Nachtmodus wird eine zusätzliche Prüfung am Ende der subjektiven Refraktion empfohlen.

Auch beim Preiskonzept geht r+h neue Wege. Pro Glasvariante gibt es nur noch einen Preis. Alle Aufschläge, wie z.B. für Prismen, höhere Zylinder oder Dickenminimierung, entfallen. Die Optionen SiiA Nachtmodus und Smartphone-Unterstützung sind ebenfalls aufpreisfrei. Der Anspruch von r+h ist es, jedem Brillenträger, der sich für SiiA entscheidet, von der maximalen Leistungsfähigkeit des Produktes zu begeistern.

 

Serviceleistungen & Produktbeigaben

Für SiiA hat r+h auch sein Spektrum an Serviceleistungen erweitert. Neben bekannten Leistungen, wie z.B. der dreijährigen Qualitätsgarantie, dem Mehrbrillenbonus oder dem Sicherheitszertifikat, können sich Augenoptiker und Endkunden nun auch über einen SiiA-Treuerabatt und eine erweiterte Begeisterungsgarantie freuen.

Der SiiA-Treuerabatt ist das ideale Werkzeug für den Augenoptiker, um die Kundenbindung zu stärken und den Kaufrhythmus seiner Kunden zu verkürzen. r+h gibt bei Nachkauf einer SiiA-Gleitsichtbrille innerhalb von zwei Jahren einen Treuerabatt auf den Listenpreis.

Mit dem Transitions® Tragetest kann der Brillenträger unverbindlich die Transitions® Technologie sechs Monate lang testen. Bei Nichtgefallen tauscht r+h die SiiA-Transitions®-Gläser durch farblose SiiA-Gläser aus und erstattet den Transitions® Aufpreis zurück. Eine gute Möglichkeit für den Augenoptiker, ohne Risiko den Absatz phototroper Gläser zu steigern.

Nützliche Produktbeigaben runden das Angebot ab. Jedem Glaspaar wird eine SiiA-Box beigepackt. Die Box enthält ein XXL-Mikrofaserputztuch, den SiiA-Brillenpass sowie ein Service-Booklet. Dieses gibt dem Kunden wertvolle Informationen über die Herkunft seiner Gläser, Tipps zur richtigen Pflege seiner Brille sowie einen Überblick über alle SiiA-Serviceleistungen.

SiiA begeistert

135 Augenoptiker haben SiiA bereits getestet. Das Feedback ist überragend gut, wie eine telefonische Kundenumfrage durch r+h ergab. 89% der Kunden bewerteten SiiA als spontan verträglich. Auch das neue Produkt- und Marketingkonzept scheint den Nerv der Augenoptiker getroffen zu haben: 96% finden das Konzept und 91% die Produktbeigaben gut bis sehr gut.4

 

Die SiiA-Gleitsichtgläser sind seit Oktober 2017 exklusiv bei LUCHS-Partnern erhältlich.

 

Literatur

 

1 „Sehen in der Dämmerung“, Olaf Schmidt-Kiy, 2010

2 Verbessert das Tragen von Ysis Einstärkengläsern das Dämmerungssehen, Anne Bullwinkel, FH Lübeck 2011

3 „Auswirkungen der neuen digitalen Geräte auf die Körperhaltung“, Points de Vue, International Review of Ophthalmic Optics, 2015, Nummer 72

4 Ergebnisse einer Augenoptikerumfrage, telefonisch durchgeführt von r+h 11/2017, n=135

Category: NoOV, Unternehmen

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