Zeiss: UV-Schutz der Augen im Fokus

// 25. April 2018 More

Für Zeiss steht das Jahr 2018 im Zeichen des UV-Schutzes der Augen. Im Zuge dessen sind seit Mitte April alle Brillengläser des Herstellers in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem UV-Schutz bis zu 400 Nanometern ausgestattet. Die Veredelung „Zeiss UVProtect“ absorbiert das gesamte UV-Spektrum, ohne dabei die Klarheit des Brillenglases zu beeinträchtigen.

Zum Thema UV-Schutz bei Brillengläsern hat das Unternehmen auch Menschen auf der Straße befragt. Dass die Sonnenbrille vor UV-Strahlung schützt, wissen noch die meisten. Doch eine weitere Aufklärung scheint angebracht.

UV-Strahlung schadet den Augen

Das UV-Spektrum ist in UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlung unterteilt. UV-C-Strahlung dringt nicht zu uns vor; UV-A- und UV-B-Strahlung indes schon. Sie ist die Strahlung, die wichtig für unser Wohlbefinden ist und unsere Haut bräunt – diese aber auch stark schädigen kann. So wie unsere Augen auch. Der Bereich zwischen 380 und 400 Nanometer ist dabei der energiereichste und schädlichste Teil der UV-A-Strahlung.

Der geltende Industriestandard sieht die Grenze für UV-Schutz von Brillengläsern zwar bei 380 Nanometern, und ein Großteil der klaren Kunststoffbrillengläser schützen bislang bis zu 385 Nanometern. Brillengläser im Brechungsindex 1.5 schützen jedoch nur bis zu 355 Nanometern – und erfüllen den Industriestandard damit nicht.

Doch auch im Spektralbereich bis 400 Nanometer ist die UV-Strahlung für gesundes Sehen relevant. Etwa 40 Prozent der solaren UV-Strahlung, die auf die Erdoberfläche gelangt liegen in diesem Bereich. UV-Strahlung kann unter anderem zur Trübung der Augenlinse beitragen, die sich schon vor der Entwicklung eines grauen Stars (Katarakt) durch verringerte Kontrast- oder Farbwahrnehmung bemerkbar macht. Auch Photokeratitis (Sonnenbrand der Hornhaut) sowie Krebs am Augenlid können durch UV-Strahlen ausgelöst werden.

Das Klimawandel verschärft das Problem zusätzlich. Wenn es immer mehr heiße Tage gibt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen mehr Zeit im Freien und damit auch in der Sonne verbringen werden. Aber selbst wenn sie sich im Schatten aufhalten oder eher am Morgen oder gegen Abend, so entziehen sie sich nicht der UV-Streustrahlung – und damit auch nicht dem Risiko, durch UV-Strahlung ernste gesundheitliche Augenschäden zu erleiden.

Notwendig: aktive Aufklärung durch Seh-Experten

Für den Augenoptiker ergibt sich hier die Chance, die Verbraucher über einen maximalen UV-Schutz aktiv aufzuklären. „Wir schätzen, dass viele Menschen sich nicht über die gesundheitlichen Risiken der ultravioletten Strahlung bewusst sind“, ist man sich bei Zeiss sicher, und das obwohl eine Umfrage des Unternehmens zeigte, dass 95 % der Konsumenten es wichtig finden, ihre Haut vor UV-Strahlen zu schützen. 99 % der Brillenträger finden sogar, dass es wichtig ist, die Augen vor UV-Strahlung zu schützen. Aufklärung von seiten der Seh-Experten scheint damit richtig und wichtig. Dazu gehört natürlich auch, dem Verbraucher zu vermitteln, dass UV-Strahlung uns nicht nur umgibt, wenn die Sonne scheint. Sie ist allgegenwärtig, ebenso wie der Schutz vor ihr es sein sollte.

Quelle, Foto, Grafiken: Zeiss

(sh)

Category: Branche + Ideen, OV

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