Kontaktlinsen: Abgabebeschränkung unzureichend

// 4. September 2014 More

Der Zentralverbandes der Augenoptiker (ZVA) weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass das Bundes-Gesundheitsministerium die Warnungen des ZVA in der Neufassung der Medizinprodukteabgabeverordnung (MPAV) nicht berücksichtigt habe. Deswegen reiche es beim Verkauf von Kontaktlinsen weiterhin aus, einen Informationsdienst wie etwa eine E-Mail-Beratung anzubieten, um Kontaktlinsen vertreiben zu dürfen. Für den Verbraucher ergebe sich daraus eine ebenso bequeme wie gefährliche Möglichkeit, eine Fehlsichtigkeit zu korrigieren.

Um ein komfortables und gesundheitlich unbedenkliches Tragen garantieren zu können, müssen die Kontaktlinsen fachmännisch angepasst und der Träger in die Handhabung der Linsen eingeführt werden. Außerdem sollten regelmäßig Funktionskontrollen vorgenommen werden, um auf Veränderungen am Auge reagieren zu können, bevor eine Kontaktlinsenunverträglichkeit entsteht.

„Die heute geltende Abgabebeschränkung ist aus unserer Sicht völlig unzureichend und schlicht unsinnig. Per E-Mail oder am Telefon ist es unmöglich, die Beschaffenheit der Hornhaut, des Tränenfilms und die sonstigen physiologischen Gegebenheiten des Auges zu beurteilen und daraufhin die perfekte Kontaktlinse zu ermitteln. Insbesondere bei Augen mit einer Hornhautverkrümmung oder bei Mehrstärkenkontaktlinsen ist eine Versorgung auf diesem Wege unmöglich sicherzustellen“, sagt Christian Müller, Vize-Präsident des ZVA.

Quelle: ZVA

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