Christoffel-Blindenmission weiter auf Wachstumskurs

// 2. Juli 2019 More
Joseph Munyankiko, der durch bilateralen Katarakt erblindete, konnten Augenoperationen ermöglicht werden im Krankenhaus von Kabgayi in Ruanda. Foto: CBM

Der Jahresbericht 2018 ist da: Die Christoffel-Blindenmission verzeichnet steigende Sach- und Geldspenden. Insgesamt konnte sie zwölf Millionen Menschen im Jahr 2018 unterstützen — drei Millionen mehr als im Jahr zuvor.

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) kann den positiven Trend der vergangenen Jahre fortsetzen und auch für 2018 ein deutliches Spenden-Plus verzeichnen. Die Spendenerträge von Privatpersonen und anderen Organisationen sowie für Nothilfe stiegen um fünf Prozent auf 58,1 Millionen Euro. Hinzu kommen Sachspenden in Höhe von 204,2 Millionen Euro – ein Zuwachs von 26,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Der Hauptgrund war eine um rund 24,5 Millionen Euro höhere Medikamentenspende der Firma Merck Sharp & Dohme (MSD) für das Programm zur Bekämpfung von Flussblindheit. Weitere Erträge stammen aus Nachlässen, öffentlichen Mitteln und Bußgeldern. Auch in diesen Bereichen gab es im vergangenen Jahr deutliche Zuwächse. „Die steigenden Erträge auf allen Ebenen sind eine Bestätigung unserer Arbeit und Ansporn zugleich“, erklärt CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus. „Wir sind dankbar für das Vertrauen unserer knapp 470.000 Spenderinnen und Spender. Nur mit ihrer Unterstützung kann die CBM das Leben von Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt dauerhaft verbessern.“ Um künftig noch mehr Betroffenen helfen zu können, baute die CBM ihre Fundraising-Maßnahmen aus.

Mehr Menschen erhielten umfassende Unterstützung

Gleichzeitig flossen aus Deutschland rund 46 Millionen Euro in die weltweite Projektarbeit der CBM, das sind rund 60 Prozent der Gesamtbeiträge aus der internationalen Föderation. Insgesamt erhielten fast zwölf Millionen Menschen im Jahr 2018 medizinische Hilfe, Bildung und Rehabilitation in den Kernbereichen der CBM-Arbeit (Augen-, HNO-, orthopädische und andere Erkrankungen sowie Behinderungen). Somit hat die CBM fast drei Millionen Menschen mehr als im Vorjahr umfassend unterstützt. Rund 48 Millionen weitere Menschen erhielten darüber hinaus durch die CBM medizinische Hilfe gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases, NTDs) wie zum Beispiel Flussblindheit und Trachom.

Nachhaltige Hilfe durch Aus- und Weiterbildung

Neben der direkten Hilfe für Betroffene setzt die CBM auch auf die Aus- und Weiterbildung von Fachpersonal, um so die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern. 2018 bildete die CBM in ihren Projekten fast 88.000 Ärzte, Pflegekräfte, Gemeindehelfer und andere im Gesundheitswesen tätige Personen weiter – eine Steigerung von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Brockhaus: „Viele Behinderungen sind vermeidbar. Das gilt vor allem für Entwicklungsländer. Umso wichtiger ist es, die Gesundheitssysteme vor Ort zu stärken. Daran wird die CBM auch in Zukunft arbeiten.“

Mehr als 110 Jahre Entwicklungshilfe

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Sie fördert seit mehr als 110 Jahren Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern. Die Aufgabe der CBM ist es, das Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, Behinderungen zu vermeiden und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Die CBM unterstützt zurzeit 525 Projekte in 55 Ländern. Weitere Informationen unter www.cbm.de.

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